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Qualitätssicherung

An die Sprachmittlung im Gesundheitswesen sind hohe Qualitätsanforderungen zu stellen. Während in einfachen Alltagssituationen der Einsatz ehrenamtlich tätiger sprachkundiger Laien hilfreich erscheint, bedarf es im Gesundheitswesen professioneller Dolmetschleistung sowie qualifizierter Sprach- und Kulturmittlung.

Nur professionell Qualifizierte sind durch ihre Ausbildung und regelmäßige Fortbildungen auf die speziellen Anforderungen der sprachlichen und soziokulturellen Vermittlung im Gesundheitswesen vorbereitet. Sie haben das nötige medizinische Fachwissen erlernt und können sicherstellen, dass auch alle wesentlichen Informationen, die beispielsweise bei der Diagnostik von zentraler Bedeutung sein können, vermittelt werden. Zudem beherrschen sie Techniken und Methoden, die es ihnen ermöglichen, im Gespräch neutral zu bleiben, das Gesagte vollständig und transparent wiederzugeben und sich im positiven Sinne vom Gehörten abzugrenzen. Sie sind der Ethik des Dolmetschens verpflichtet.
Ehrenamtlich tätige Helfer oder Familienangehörige der Patienten hingegen können in Situationen geraten, die sie nicht nur psychisch belasten sondern sogar überfordern. Nicht selten verschweigen oder verändern solche Laiendolmetscher Teile der Aussagen des Behandlers, um die Patienten „zu schützen“ oder weil sie den Inhalt nicht vollständig wiedergeben können. Professionelle Dolmetscher sowie Sprach- und Integrationsmittler hingegen garantiert nicht nur eine unmissverständliche Kommunikation, sondern bewahrt auch Familienangehörige, besonders Kinder, vor Situationen, denen sie nicht gewachsen sind.